Die fiesen Tricks der Vermieter – So versuchen sie, Mieten zu erhöhen!

Die fiesen Tricks der Vermieter – So versuchen sie, Mieten zu erhöhen!

Die folgenden Beispiele basieren auf wahren Begebenheiten…

Modernisierung

Der Eigentümer kündigt eine Modernisierung an. Doch eigentlich handelt es sich dabei um eine Instandhaltungsmaßnahme. Letztere kann er rechtlich eigentlich nicht auf die Mietparteien umlegen, da die Instandhaltung der Wohnung seine Pflicht ist. Unter dem Deckmantel der Modernisierung werden seine anfallenden Kosten dann auf die Mieter umgelegt, in der Hoffnung, dass diese sich nicht zur Wehr setzen. Lassen Sie eine solche Mieterhöhung immer prüfen.

Entmietung

Tricks wie Wasser und Strom abstellen sind in der Praxis keine Seltenheit. Der sogenannte „Kalte Auszug“ soll Mieter zermürben und sie zum „freiwilligen“ Auszug zwingen, damit die Miete anschließend saftig erhöht werden kann. Hier kann sich ein Verfahren im Eilrechtsschutz lohnen, wenn das Wasserabstellen ungerechtfertigt ist.

Gerüst aufstellen

Am Haus sollen Bauarbeiten durchgeführt werden. Eines Morgens wachen Sie auf und die Wohnung ist dunkel. Über dem aufgestellten Gerüst hängt eine Plane oder am besten ein großer Werbe-Banner, der Ihre Wohnung komplett verdunkelt? Dies ist eine beliebte Methode um lästige Mieter los zu werden. Das Gerüst mit der Plane steht viel länger als eigentlich nötig und das Wohnen wird zur Qual – hier kann unter Umstanden ein Einschreiten sinnvoll sein.

Tipp: Wenn Ihr Vermieter ein an sich berechtigtes Gerüst zur Bewerbung von Apple- oder Samsung-Produkten nutzt, können Sie das durchaus unterbinden. Daraus ergeben sich interessante weitere entgeltliche Möglichkeiten. Wollen Sie mehr wissen…?

Mieterhöhung auf ortsübliche Vergleichsmiete

Ein Brief flattert in den Briefkasten: Die Miete soll auf die ortsübliche Vergleichsmiete angehoben werden. Doch wie bestimmt sich diese? Was sagt der Mietspiegel? Und wie ist die Wohnungsausstattung? Die Vermieter versuchen meistens, die höchste Stufe der Mieterhöhung zu fordern und behaupten, die Wohnung sei auf einem modernen Stand. Meistens erkennen Sie Ihre Wohnung selbst nicht wieder. Dabei kommt es auf viele Kleinigkeiten an. Hier gibt es viel Raum für Tricksereien, die von der Hausverwaltung gerne ausgenutzt werden. In Berlin werden gerne „Bevorzugte Citylagen“ in Neukölln oder „Überdurchschnittlicher Instandsetzungszustand“ bei baufälligen Immobilien behauptet. 

Falsche Flächenangabe im Mietvertrag

Immer häufiger ist auch die Praxis, dass im Mietvertrag eine höhere Fläche angegeben ist als die Wohnung tatsächlich beträgt. Hier wird gerne geschummelt, weil kaum jemand nachmisst. Doch genau das kann sich lohnen. Bei einer Abweichung von angegebener zu tatsächlicher Größe um mehr als 10 % kann eine Mietminderung gerechtfertigt sein. Das ist die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) – doch die wackelt. Bei Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungen hat der BGH bereits entschieden, dass die tatsächliche Größe gilt und rückte von der 10 % Linie ab. Abwarten!

Haus verwahrlosen lassen

Manche Eigentümer lassen das Haus sogar verwahrlosen, um die Mietparteien rauszuekeln. Wenn alle ausgezogen sind, kann das Haus luxussaniert und anschließend zu horrenden Preisen vermietet werden. So zumindest die Logik der Eigentümer. Doch auch hier kann ein gerichtliches Urteil zur Instandhaltung eingeklagt werden!

Fortsetzung folgt!

 

 

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